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Herbst

Unser Betreuungsangebot



Fakten

Angebot

– Wir bieten die ganzjährige Betreuung von Kindern zwischen 3 Jahren und dem schulpflichtigem Alter.

Gruppengröße

– Es gibt eine altersgemischte Gruppe mit 15 Kindern.

Betreuungszeiten

– Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr unter freiem Himmel im Wald. Die Anzahl der Betreuungstage pro Jahr entspricht denen eines Regelkindergartens. Die Sommerferien sind drei Wochen lang, die Weihnachtsferien betragen ein bis zwei Wochen.

Täglicher Treffpunkt

– Klecker Wald, am Parkplatz an der Bendestorfer Straße. Die Gruppe verfügt in ihrem Stammwald im Klecker Wald über einen beheizbaren Bauwagen mit Kompostiertoilette. Bei extremen Wetterlagen wird ein Ausweichraum in Buchholz genutzt.

Anmeldung

– Die Anmeldung erfolgt mittels Anmeldeformular über die Stadt Buchholz für Kinder ab Vollendung des zweiten Lebensjahres, die zum Zeitpunkt der Anmeldung in Buchholz wohnen bzw. zum Aufnahmezeitpunkt in Buchholz wohnen werden.

Kindergarten-Gebühren

– Der monatliche Elternbeitrag wird nach der Gebührensatzung der Stadt Buchholz erhoben und entspricht dem eines Regelkindergartens.





Ein Tag im Wald



Herbstkinder

Wir Kinder

Wir sind 15 Kinder und fast jeder von uns kann schon so weit zählen. Deshalb merken wir auch schon gleich morgens, wenn einer fehlt. Das ist dann immer ziemlich schade, weil wir uns alle gut verstehen. Und darum gibt es bei uns auch nur sehr selten richtigen Streit. Klar, hat jeder von uns so seine besten Freunde, mit denen er besonders gern spielt. Aber allein in der Ecke sitzt niemand - es sei denn, er möchte es gerade mal.

Die Größeren passen auch auf, dass die Kleineren mitkommen, helfen ihnen, wenn sie ihre Handschuhe nicht selbst anziehen können oder den Rucksack nicht aufbekommen. Und wenn jemand auf einen Baum klettert, warten die anderen bis er wieder unten ist, bevor sie selbst raufklettern. Sonst fallen vielleicht noch beide runter.

Das Wetter ist uns egal. Natürlich macht es mehr Spaß, morgens bei Sonne loszugehen. Aber eine matschige Pfütze ist auch nicht zu verachten. Und sobald die ersten Schneeflocken fallen, wird jeder kleine Hügel zur Rutschbahn. Wenn es regnet haben wir eben Buddelhose und Gummistiefel an, wenn es kalt ist die Thermounterwäsche, die dicke Jacke, Stiefel und Pudelmütze. Und wenn die Sonne lacht, gehen wir in langärmligen T-Shirts, leichten Hosen und Schirmmütze los.

Der Wald ist für uns ein riesiges Spielzimmer. Es gibt Tausend Dinge zu entdecken und man kann die verschiedensten Spiele spielen. Man braucht bloß ein bisschen Phantasie. Und die haben wir! Im Wald gibt es Flugzeuge und Piratenschiffe, kleine Häuschen und interessante Läden $ndash; man muss sie nur sehen können. Außerdem gibt es Tiere und Pflanzen, Spuren und Bauten - man muss nur die Augen aufmachen.

Wir Kinder gehen gern in unseren Waldkindergarten. Wir haben viel Platz zum Spielen, lernen jeden Tag etwas Neues, haben zwei echt tolle Erzieherinnen und jeder von uns hat 14 Freunde. Für die Nachmittage verabreden wir uns oft mit einander. Dann besuchen wir uns gegenseitig und spielen die Spiele vom Vormittag weiter. Oder erfinden andere. Hauptsache, es gibt immer neue Abenteuer zu bestehen.

Was wir so machen ...

Tannenkind Vor einiger Zeit war ich mit meiner Mutter mal in Hamburg bei einer Kinder-Messe. Vor dem Rathaus waren viele verschiedene Stände aufgebaut. Und bei einem Stand konnten die Kinder barfuss über verschiedene Oberflächen laufen. Ob ihr es glaubt oder nicht; da waren eine ganze Menge Kinder, die noch nie in ihrem Leben barfuss über Gras, Stroh oder Waldboden gelaufen sind. Unglaublich, oder?

Was machen Wir?

Na, ja. Also, barfuss laufen wir natürlich auch nicht durch den Wald. Außer im Sommer. Da dürfen wir uns manchmal barfuss über den Waldboden tasten. Das ist manchmal moosig-weich oder nadelig-pieksig. Wir erleben jeden Tag neue Abenteuer, wenn wir auf Bäume klettern, durch Pfützen waten, Tiere beobachten, interessante Pflanzen entdecken, Schnecken schubsen oder versuchen, einen Fuchsbau nachzubauen. Wir sind jeden Tag in der Natur unterwegs. Regen ist uns (fast) so lieb wie Sonnenschein und Schnee macht sowieso immer Spaß. Und wenn wir gut aufpassen, können wir hören, wie sich die Bäume mit dem Wind unterhalten.

Morgenkreis


Wenn wir morgens alle da sind, ruft unsere Erzieherin Martina immer: "Okay, alle sind da, dann gehen wir jetzt los!" Das heißt dann, dass unsere Eltern zurück zum Parkplatz zu ihren Autos gehen und wir ein Stück weiter in den Wald rein. Da hocken wir uns dann alle erst einmal hin zum Morgenkreis. Wir begrüßen uns gegenseitig mit einem Lied und dann auch alle Tiere und Bäume und wer sonst noch im Wald so wohnt. Danach machen wir meistens ein Spiel. Wir erraten Vögel oder Pilze und gucken, ob über uns der Bussard schon seine Runden dreht. Außerdem wird beschlossen, wo es heute hingeht, an welchen unserer Plätze. Und dann geht es los ...

In die Pfützen springen


Unsere Eltern erkennen mittags beim Abholen oft schon an unserer Kleidung, an welchem Platz wir waren. Zum Beispiel am Pfützenweg. Pfützenspringen ist doch das Beste überhaupt. Wie soll man sonst auch rauskriegen, wie tief eine Pfütze ist? Und ob vielleicht was Interessantes drin ist. Und wenn eine dünne Eisdecke auf der Pfütze ist, muss man doch herausfinden, wie haltbar die ist. So lernen wir was. Und dabei werden wir eben manchmal schmutzig. Kann man doch alles wieder waschen.

Fährten lesen


Wir laufen nicht allein durch den Wald. Da sind noch viele andere. Die trifft man zwar nur selten, aber die sind bestimmt da. Woher wir das wissen? Na, weil wir doch alle Fährtenleser sind ! Je matschiger der Boden ist, desto mehr Spuren sind zu finden. Zum Beispiel ganz feine von Vögeln. Oder so Hufartige; das sind dann Rehe. Manchmal entdecken wir aber auch deren Losung; das heißt, dass die Rehe oder auch die Hasen da in den Wald gemacht haben. Um genau bestimmen zu können, welchen Tieren wir auf der Spur sind, haben wir ein Buch, in dem wir genau nachsehen können, zu wem die Spur passt.
Baumkind Fährtensuchen ist echt interessant und abenteuerlich. Und manchmal finden wir auch unsere eigenen Spuren. Wir laufen ja schließlich auch durch den Wald.

"Schätze" sammeln


Wisst ihr, dass der Wald voller Schätze ist? Natürlich kein Gold oder Diamanten. Aber ein paar "Edelsteine" gibt es schon. Oder wunderschöne Stücke Baumrinde. Oder dicke Tannenzapfen. Auch mal ein buntes Blatt. Am besten aber sind Stöcke. Die sind wichtig, weil man damit die verschiedensten Sachen machen kann. Je nach Größe gibt es Stöcke zum Malen, Stochern, Fegen oder Klopfen. Manche von uns haben schon eine richtige Stock-Sammlung. Zu Hause bauen wir damit zum Beispiel ein Winterquartier für die Igel.

Pflanzen bestimmen


Neulich hat mein Papa zu meinem Onkel gesagt, dass er ja den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Ich hab zwar nicht genau verstanden, was er damit meinte, aber ich habe den beiden dann erst einmal erklärt, dass es in einem Wald viele verschiedene Bäume gibt. Und Büsche und Sträucher und Blumen und Pilze und noch viele andere Pflanzen. Die beiden haben ganz schön gestaunt, als ich ihnen dann noch erzählt habe, dass es auch Nadelbäume gibt, die im Winter ihre Nadeln abwerfen, die Lärche nämlich. Das haben die echt nicht gewusst.

Verteilrunde


Abgeben ist immer eine gute Sache. Weil es wichtig ist, zu teilen - das hat Mama mal gesagt. Stimmt aber auch. Ist ja immer toll, wenn man mal was bekommt. Manchmal teilen wir Sachen von unserem Frühstück miteinander. Das ist aber natürlich nicht genug, damit man allen was geben kann.
Bei einer "Verteilerrunde" hat eines von uns Kindern dann aber für alle was mitgebracht. Wenn man zum Beispiel im Urlaub am Meer war, kann man für jedes der anderen Kinder eine Muschel mitbringen. Manchmal gibt es aber auch Kekse, Salzstangen oder Weintrauben. Die schmecken dann auch viel besser, wenn alle so was Leckeres haben.